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Mo, 30. 04. 2007 12:06 CEST

Kommentar

Unternehmensethik und der Raubtier-Kapitalismus (zweiter Teil)

Um herauszufinden, warum unsere Wirtschaftsordnung CSR-Aktivitäten hervorbringt, kann man zunächst durchaus vom Fall der strikt gewinnmaximierenden Unternehmung ausgehen und sich überlegen, was diese antreibt.

Da ist zunächst natürlich das Risiko, durch unterlassene CSR ein PR-Fiasko wie bei der geplanten Versenkung von “Brent Spar” zu erfahren. Als Lektion aus diesem Ereignis sollte jedes Unternehmen untersuchen, welche Akteure ihm auf die Finger sehen, worauf diese achten, und dann bei Projekten in eine Stakeholder-Analyse miteinbeziehen. Mehr »

Gerechtigkeitsprinzipien unter der Lupe

Was ist eigentlich gerecht? Die vordergründig so plausible Antwort: Gleichheit! erscheint nach sorgfältiger Betrachtung diffiziler als sich der Betrachter vor einer Erörterung vielleicht erwartet hat. Begriffe wie “Soziale Gerechtigkeit”, “Chancengleichheit” und politische Konzepte wie der “Länderfinanzausgleich” und die “progressive Einkommenssteuer”, denen jeweils verschiedene Nuancen von Gerechtigkeit zu Grunde liegen, lassen auf die Bedeutung dieser Frage für die moderne Gesellschaft schließen. Mehr »

Unternehmensethik und der Raubtier-Kapitalismus (erster Teil)

In der Online-Ausgabe der FTD gab es heute einen interessanten Artikel über Corporate Social Responsibility und warum Unternehmen sich dafür interessieren. Die Beispiele stimmen auf den ersten Blick nicht besonders optimistisch: Große Konzerne wie Nike, Shell oder Nestlé wurden bei vergangenen Versündigungen von den Verbrauchen durch Boykotte abgestraft; um die daraus resultierenden Umsatzeinbußen zu vermeiden, haben viele große Markenunternehmen jetzt ihre Prozesse so angepasst, dass neben den finanziellen auch die sozialen und ökologischen Risiken von Investments minimiert werden. Das ist zwar gut, aber wird ein Unternehmen wirklich einen optimalen Prozess wählen, wenn es letztlich nur darum geht, Imageschäden zu vermeiden? Mehr »

IWF fordert drastische Hartz-IV-Kürzungen

Der International Währungsfonds fordert in seinem Länderbericht im September 2006 die Kürzung der staatlichen Unterstützung für Langzeitarbeitslose um 30 Prozent in Deutschland. “Damit würde jedem Einzelnen eine stärkere Verantwortung dafür übertragen, sich nicht auf den Wohlfahrtsstaat zu verlassen, sondern arbeiten zu gehen.”

Auf mich macht dieser Vorstoß den Eindruck einer illegitimen und falschen - da Erfolg unmöglich garantiert werden kann - Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines Staates. Mehr »